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Vogelart

Nilgans: Aussehen, Nahrung, Kot und Schäden

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Nilgans: Aussehen, Nahrung, Kot und Schäden

Die Nilgans (Alopochen aegyptiaca) ist eine langbeinige Halbgans aus Afrika, die heute in ganz Deutschland brütet. Sie gehört zu den Entenvögeln und fällt durch den dunklen Fleck um das Auge auf. Seit 2015 ist sie in allen Bundesländern als Brutvogel nachgewiesen, und nach Angaben des Deutschen Jagdverbands ist sie inzwischen weiter verbreitet als die Graugans.

Steckbrief
Deutscher Name Nilgans
Lateinischer Name Alopochen aegyptiaca
Englischer Name Egyptian goose
Familie Entenvögel (Anatidae)
Größe bis 75 cm
Gewicht Weibchen 1,5–1,8 kg, Männchen 1,9–2,25 kg
Spannweite 134–154 cm
Rechtsstatus EU-Liste invasiver Arten seit 2017, jagdbar außer in Berlin und Hamburg
Jagdzeit je Bundesland verschieden, von drei Monaten bis ganzjährig

Aussehen und Verwechslung

Kopf einer Nilgans von vorn, sie schaut direkt in die Kamera, dunkle Augenflecken und rosa Schnabel

Die Nilgans wirkt kräftig, steht aufrecht auf langen Beinen und hat einen kurzen Hals. Das Gefieder ist überwiegend rostbraun mit heller Unterseite, der Kopf ist hell mit dunklem Augenfleck. Altvögel tragen zudem einen dunklen Fleck auf der Brustmitte, der Schnabel ist rosa mit dunklem Rand. Im Flug zeigen sich große weiße Flügelfelder.

Männchen und Weibchen sind gleich gefärbt, das Weibchen ist etwas kleiner. Unterscheiden lassen sie sich am besten an der Stimme: Das Männchen faucht heiser, das Weibchen schnattert laut und trompetend. Küken sind oben dunkelbraun und unten grauweiß.

Am ehesten lässt sich die Nilgans mit der Rostgans verwechseln. Der fehlt jedoch der dunkle Augenfleck, und sie ist weniger langbeinig.

Kopf einer Nilgans im Profil von links mit dunklem Augenfleck und rosa Schnabel

Nilgans von vorn vor reinem Weiß, aufrecht stehend, Brustfleck sichtbar

Größenvergleich: Nilgans neben einer Taube im selben Maßstab

Im Flug

Im Flug fallen die großen weißen Flügelfelder und die schwarzen Schwungfedern auf.

Nilgans im Flug von der Seite vor reinem Weiß, Flügel nach oben gestreckt, Kopf links

Nahrung: Was frisst die Nilgans?

Nilgänse fressen vor allem Gräser, Blätter und Samen. Sie weiden auf Grünland und landwirtschaftlichen Flächen, suchen gern Getreidefelder auf und nutzen auch Silagehaufen und Maissilos. Im Frühjahr gründeln sie teils im Flachwasser, vereinzelt nehmen sie Würmer oder Heuschrecken. In Städten halten sie sich an kurzen Rasen, an Fütterungsstellen fressen sie auch Brot.

Jahreszeiten

Nilgänse sind bei uns das ganze Jahr zu beobachten. Im Frühjahr beginnt die Brut, in Bayern reicht die Brutzeit von Anfang März bis Ende Mai. Im Sommer führen die Paare ihre Jungen, an Badestellen fallen die Vögel dann besonders auf. Außerhalb der Brutzeit sammeln sie sich teils zu größeren Trupps: Im hessischen Bingenheimer Ried rasteten im Herbst 2017 etwa 1.000 Nilgänse.

Kot erkennen

Der Kot der Nilgans ist meist weiß-grünlich und liegt als Bahnen oder Haufen auf der Fläche. Meist ist er fest, teils auch flüssig, was die Reinigung erschwert. Besonders viel fällt nahe am Wasser an.

Nest und Brut

Das Nest legen Nilgänse am Boden an, etwa in Uferhöhlungen oder unter Büschen, aber auch in Baumhöhlen, Astgabeln und alten Nestern von Greifvögeln oder Krähen. Es ist mit Daunen ausgelegt. Meist liegen 5 bis 10 weiße, schwach glänzende Eier darin, selten bis zu 15. Ein Nilgansei ist etwa 69 Millimeter lang und damit größer als ein Hühnerei, und in der Regel gibt es eine Brut im Jahr. Geht das Gelege verloren, folgt oft ein Ersatzgelege.

Die Brut dauert 28 bis 30 Tage. Danach führen die Eltern die Küken zum Wasser, auch über Strecken bis zu 300 Meter; aus hohen Nestern springen die Jungen unverletzt herab. Flugfähig sind sie nach etwa 9 bis 10 Wochen. Oft überleben nur ein bis zwei Junge je Brut, bis sie selbst brüten können.

Drei große weiße Nilgans-Eier neben einem kleineren braunen Hühnerei im selben Maßstab

Wo die Nilgans auftritt

Die Nilgans lebt vor allem an Gewässern mit großen Grasflächen: an Seen, Flüssen und Parkteichen, in Stadtparks und auf Liegewiesen. Gemähte Badewiesen sind für sie attraktiv, weil sie dort Fressfeinde früh sieht. Auf dem Land trifft man sie auf Weiden, Grünland und Getreidefeldern.

Welche Schäden die Nilgans anrichtet

An Badestellen und in Parks stören vor allem der Kot und die geringe Scheu der Vögel. In der Landwirtschaft zählt die Nilgans neben anderen Gänsearten zu den Verursachern von Fraß und verschmutztem Futter. Ihre Reviere verteidigt sie heftig, in Städten teils auch gegen Menschen.

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Häufige Fragen

Fragen & Antworten

Was ist eine Nilgans?
Eine langbeinige Halbgans aus der Familie der Entenvögel. Sie stammt aus Afrika und brütet heute in ganz Deutschland.
Sind Nilgänse Zugvögel?
Nilgänse sind bei uns das ganze Jahr zu beobachten. Als ausgeprägte Zugvögel gelten sie daher nicht.
Woher kommen Nilgänse?
Ihre Heimat ist Afrika. Nach Europa kamen sie als Ziervögel, entflogene Tiere breiteten sich vor allem über die Niederlande und entlang des Rheins nach Deutschland aus.
Wann brüten Nilgänse?
Bei uns meist im Frühjahr, in Bayern von Anfang März bis Ende Mai. Die Brut dauert 28 bis 30 Tage.
Ist die Nilgans invasiv?
Die EU führt sie seit 2017 auf der Liste invasiver gebietsfremder Arten. Wie groß der ökologische Schaden in Deutschland ist, bleibt umstritten: Der Naturschutz schätzt ihn geringer ein als der Jagdverband.
Wann dürfen Nilgänse bejagt werden?
Das legt jedes Bundesland selbst fest. Die Jagdzeiten reichen von drei Monaten bis zu ganzjähriger Bejagung, in Berlin und Hamburg ist die Jagd nicht erlaubt. Bejagen dürfen nur Jagdausübungsberechtigte; die aktuelle Regelung nennt die zuständige Jagdbehörde.
Warum sind Nilgänse ein Problem?
Vor allem wegen des Kots auf Liegewiesen und Wegen, ihrer geringen Scheu und der Fraßschäden auf Grünland und Getreide. Dazu kommt, dass sie ihre Reviere heftig verteidigen.
Frage stellen

Alle Vogelbilder sind KI-generiert und wurden auf Grundlage folgender Fotos von Wikimedia Commons neu erstellt und verändert: Foto von Trougnouf, CC BY 4.0; Foto von Gianni Scopinaro, CC BY 2.0; Foto von Hyppolyte de Saint-Rambert, CC BY 4.0. Die Eier sind ohne Fotovorlage KI-generiert.