★ Vogelabwehr seit über 30 Jahren ★ Eigene Produktion ★ Weltweit im Einsatz
Alle Produkte: Hier klicken! VOGELSCHEUCHE.DE
Vogelart

Dohle: Aussehen, Nahrung, Brut und Schäden

vogelscheuche.de

Dohle: Aussehen, Nahrung, Brut und Schäden

Die Dohle (Coloeus monedula) ist ein kleiner Rabenvogel und der einzige, der in Höhlen brütet. Man erkennt sie am grauen Nacken und an den hellen, weißblauen Augen. Sie lebt gesellig in Kolonien, oft an Kirchtürmen, alten Gebäuden und in Parks, und war 2012 Vogel des Jahres.

Steckbrief
Deutscher Name Dohle
Lateinischer Name Coloeus monedula
Englischer Name Western jackdaw
Familie Rabenvögel (Corvidae)
Größe 33–39 cm
Gewicht etwa 175–300 g
Spannweite 64–73 cm
Rechtsstatus europäische Vogelart, nach Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt
Jagdzeit keine, die Dohle ist nicht zur Jagd freigegeben

Aussehen und Verwechslung

Kopf einer Dohle von vorn, beide hellen Augen schauen in die Kamera, kurzer schwarzer Schnabel

Die Dohle ist deutlich kleiner als Krähen, hat einen runderen Kopf und einen kurzen, kräftigen Schnabel. Das Gefieder ist schwarzgrau, die Kopfplatte schwarz mit blauem oder violettem Schimmer. Der Nacken ist hell- bis schiefergrau und geht an den Halsseiten oft in ein silbergraues Band über.

Auffällig sind die Augen: Altvögel haben eine weißblaue Iris, Jungvögel eine braune, die erst ab dem dritten Lebensjahr wieder hell wird. Männchen und Weibchen sehen fast gleich aus, das Männchen ist meist etwas größer.

Verwechseln lässt sich die Dohle am ehesten mit Saat- oder Rabenkrähe, mit denen sie oft gemeinsam unterwegs ist. Beide sind größer, haben einen längeren Schnabel und keinen grauen Nacken.

Kopf einer Dohle im Profil von links, helle silbrigweiße Iris, schwarze Kappe und grauer Nacken

Dohle frontal von vorn vor weißem Hintergrund, beide hellen Augen und der graue Nacken sichtbar

Größenvergleich: Dohle neben einer Taube im selben Maßstab

Im Flug

Dohlen fliegen schnell und wendig, mit rund 60 km/h schneller als Raben- und Saatkrähe. Ihr Flugbild wirkt taubenähnlich, daher der alte Name „Pastors schwarze Taube“. Im Flug rufen sie häufig ihr hohes, metallisches „kja“ oder „tschack“.

Fliegende Dohle im Profil von links vor weißem Hintergrund, Flügel gespreizt, grauer Nacken sichtbar

Nahrung: Was frisst die Dohle?

Dohlen fressen vor allem Insekten und Samen. Auf dem Speiseplan stehen Käfer, Heuschrecken, Würmer und Schnecken, dazu Getreidekörner, Keimlinge, Beeren und Obst. Seltener nehmen sie kleine Wirbeltiere, Vogeleier oder Aas, in Siedlungen auch Abfälle. Ihr Futter suchen sie am liebsten auf kurzem Gras, etwa auf Weiden, gemähten Wiesen und abgeernteten Äckern. Die Nestlinge bekommen fast nur tierische Nahrung.

Jahreszeiten

Die Paare finden sich meist ab Februar, ab Mitte April legt das Weibchen die Eier. Ab Mitte Juni schließen sich die Dohlen zu größeren Schwärmen zusammen, oft gemeinsam mit Krähen. Im Herbst und Winter kommen Dohlen aus Nord- und Osteuropa dazu, die Schlafplätze sind dann besonders voll: Dort sammeln sich oft Hunderte bis Tausende Vögel.

Nest und Brut

Als einziger heimischer Rabenvogel brütet die Dohle in Höhlen: in alten Baumhöhlen, Felsnischen, Mauerlöchern, Dachstühlen, Kirchtürmen und Schornsteinen. Das Nest besteht aus Zweigen und ist mit Moos, Papier, Fell und Dung ausgepolstert. Meist liegen 4 bis 6 bläuliche, dunkel gesprenkelte Eier darin. Ein Dohlenei ist etwa 35 Millimeter lang und damit gut halb so groß wie ein Hühnerei.

Nur das Weibchen brütet, 16 bis 20 Tage lang. Die Jungen bleiben 28 bis 41 Tage im Nest und werden danach noch etwa fünf Wochen von den Eltern versorgt. Dohlenpaare bleiben meist ein Leben lang zusammen, in freier Natur bis zu 18 Jahre.

Vier hell bläulich-grüne, dunkel gesprenkelte Dohlen-Eier neben einem braunen Hühnerei im selben Maßstab

Wo die Dohle auftritt

Die Dohle braucht Brutplätze und Nahrungsflächen nah beieinander. Sie lebt in halboffenen Landschaften, in Parks mit alten Bäumen und in Dörfern und Städten mit alten Gebäuden. In Deutschland brüten etwa 83.000 bis 140.000 Paare. Der Bestand geht vielerorts zurück, vor allem weil bei Sanierungen und Abrissen Nischen verschwinden.

Welche Schäden die Dohle anrichtet

Ärger gibt es vor allem mit Nestern in Schornsteinen. Die Dohlen werfen so lange Zweige in den Abzug, bis Material hängen bleibt. Ein verstopfter Abzug kann Abgase und giftiges Kohlenmonoxid in die Wohnung drücken. Schornsteinfeger prüfen den Abzug deshalb am besten jedes Jahr vor der Heizperiode.

Dohlen vertreiben

Wie Sie Dohlen von Schornstein und Dach fernhalten und was dabei rechtlich gilt, lesen Sie auf unserer Seite zum Vertreiben.

Dohlen vertreiben
Dohlen vertreiben

Dohlen vertreiben

Dohlen aus Kamin, Dach und Garten fernhalten – was wirkt, wann Sie handeln dürfen und was beim Artenschutz gilt.

Weiterlesen: Dohlen vertreiben
Häufige Fragen

Fragen & Antworten

Was ist eine Dohle?
Ein kleiner Rabenvogel mit grauem Nacken und hellen Augen. Sie ist gesellig, brütet in Höhlen und Gebäudenischen und lebt in ganz Deutschland.
Wie sieht eine Dohle aus?
Schwarzgrau mit schwarzer Kopfplatte, grauem Nacken und kurzem Schnabel. Altvögel haben weißblaue Augen.
Was ist der Unterschied zwischen Krähe und Dohle?
Die Dohle ist mit 33 bis 39 Zentimetern deutlich kleiner, hat einen grauen Nacken, helle Augen und einen kürzeren Schnabel. Krähen sind größer und haben einen längeren Schnabel.
Wie klingt eine Dohle?
Hoch und metallisch, typisch sind kurze Rufe wie „kja“, „kjä“ oder „tschack“. Partner erkennen sich an der Stimme.
Sind Dohlen Nesträuber?
Nur gelegentlich. Vogeleier stehen auf ihrem Speiseplan, den größten Teil machen aber Insekten und Samen aus.
Warum versammeln sich Dohlen?
Dohlen leben gesellig. Außerhalb der Brutzeit schlafen sie in großen Gemeinschaften, oft mit Krähen, und suchen gemeinsam Futter. Im Winter kommen Dohlen aus Nord- und Osteuropa dazu.
Wo brüten Dohlen?
In Höhlen und Nischen: in Baumhöhlen, Mauerlöchern, Kirchtürmen, Dachstühlen und Schornsteinen.
Sind Dohlen Zugvögel?
Teils. Viele Dohlen bleiben das ganze Jahr, andere Bestände ziehen im Winter fort. Bei uns überwintern zusätzlich Dohlen aus dem Norden und Osten.
Wie alt werden Dohlen?
Altvögel leben im Durchschnitt nur gut zweieinhalb Jahre. Die älteste bekannte Dohle in freier Natur wurde über 20 Jahre alt.
Sind Dohlen schlau?
Ja. Dohlen lernen voneinander, und in Versuchen zählten sie bis sieben.
Wo leben Dohlen?
In halboffenen Landschaften mit kurzem Gras zur Futtersuche und Nischen zum Brüten, oft in Dörfern, Städten und Parks.
Frage stellen

Alle Vogelbilder sind KI-generiert und wurden auf Grundlage folgender Fotos von Wikimedia Commons neu erstellt und verändert: Foto von מינוזיג, CC0; Foto von Estormiz, CC0; Foto von Tony Hisgett, CC BY 2.0. Die Eier sind ohne Fotovorlage KI-generiert.