Krähen vom Hühnerauslauf fernhalten heißt vor allem: Futter, Eier und Küken unerreichbar machen. Erwachsene, gesunde Hühner sind für Krähen selten ein Ziel – gefährdet sind offene Futterstellen, Eier außerhalb des Stalls und junge Küken. Wer diese drei Punkte sichert, hat das Problem meist schon gelöst. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie beim Krähen vertreiben am Hühnerauslauf vorgehen.
Was bedeutet Krähen vertreiben am Hühnerauslauf?
Gemeint ist, Rabenkrähen und andere Rabenvögel davon abzuhalten, den Hühnerauslauf als Futterplatz zu nutzen. Krähen sind intelligente Allesfresser: Sie merken schnell, wo Körnerfutter herumliegt, wann Eier gelegt werden und wo Küken laufen. Ziel ist, diese Gelegenheiten zu schließen, ohne die Vögel zu verletzen.
Warum Krähen am Hühnerauslauf zum Problem werden
Krähen stehlen vor allem Futter. Ein offener Futtertrog lockt sie täglich an, und mit ihnen kommen Verschmutzung und das Risiko, Krankheitserreger einzuschleppen. An zweiter Stelle stehen Eier, die außerhalb des Stalls oder in offenen Nestern liegen. Küken in den ersten Wochen sind ebenfalls gefährdet, weil sie klein sind und sich noch nicht wehren.
Für erwachsene Hühner geht die Gefahr eher von Fuchs, Marder und Habicht aus. Krähen greifen in der Regel nur geschwächte oder sehr junge Tiere an. Das Problem ist deshalb meist ein Futter- und Eierproblem – und genau dort setzen die Maßnahmen an.
Krähen vertreiben am Hühnerauslauf: So gehen Sie vor
Vier Maßnahmen haben sich bewährt.
Futter krähensicher anbieten
Füttern Sie im Stall oder unter einem überdachten Bereich und nutzen Sie Futterautomaten mit Trittklappe, die sich nur durch das Gewicht eines Huhns öffnen. Bieten Sie nur so viel Futter an, wie die Hühner fressen, und räumen Sie Reste am Abend weg. Ohne Futterquelle verliert der Auslauf für Krähen den größten Reiz.
Eier im Stall halten
Legenester gehören in den Stall, nicht in den Auslauf. Ein abgedunkeltes Nest wird von den Hühnern lieber angenommen, und Sie sammeln die Eier mindestens einmal täglich. Verlegte Eier im Gebüsch finden Krähen oft schneller als Sie.
Küken geschützt aufziehen
Küken sollten die ersten Wochen in einem abgedeckten Bereich verbringen, etwa einem Kükengehege mit Netz oder Gitter darüber. Ein Netz über einem Teil des Auslaufs schützt zugleich vor Habicht und Krähe. Achten Sie darauf, dass das Netz straff gespannt ist, damit sich kein Vogel darin verfangen kann.
Offene Flächen optisch sichern
Für größere, offene Ausläufe eignen sich bewegliche Vergrämer wie Greifvogel-Silhouetten oder ein Drachen System, sofern genug freier Luftraum vorhanden ist. Versetzen Sie sie regelmäßig, damit die Krähen sich nicht daran gewöhnen. Ihre Hühner gewöhnen sich in der Regel schnell an bewegliche Figuren.
Tipps und häufige Fehler beim Krähen vertreiben am Hühnerauslauf
Der häufigste Fehler ist ein ständig gefüllter Futtertrog im Freien. Solange dort Körner liegen, kommen die Krähen wieder – egal, was Sie sonst unternehmen. Ebenso oft unterschätzt wird das Wasser: Offene Tränken im Auslauf ziehen ebenfalls Vögel an, Nippeltränken oder Tränken im Stall sind die bessere Wahl.
Verzichten Sie auf laute Knallgeräte. Sie stressen Ihre Hühner stärker als die Krähen und sorgen schnell für Ärger mit der Nachbarschaft. Und denken Sie daran, dass Krähen geschützt sind: Vertreiben ist erlaubt, Fallen oder Gift sind es nicht.
Fazit und weiterführende Informationen
Krähen am Hühnerauslauf sind vor allem ein Futter- und Eierproblem. Füttern und tränken Sie im Stall oder unter Dach, sammeln Sie Eier täglich, ziehen Sie Küken geschützt auf und sichern Sie offene Flächen mit beweglichen Vergrämern. Dann bleibt der Auslauf für Krähen uninteressant, und Ihre Hühner haben ihre Ruhe.

